home

Im Ort Leerstetten gab es bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs einschließlich Taglöhner- und Hirtenhäuser etwa 70 Wohngebäude. Leider sind nur über 50 Aufnahmen von den früheren Bauwerken vorhanden. Der Grund für diesen Mangel ist leicht zu finden: Zu sorglos wurde vor 20 und mehr Jahren beim Ausräumen und beim Abbruch der Wohnräume mit alten Einrichtungsgegenständen und auch mit Bildern und anderen Dokumenten umgegangen. Andererseits war vor 60 Jahren eine eigene Kamera noch eine Rarität und der eine oder andere "Gütler" konnte und wollte es sich einfach nicht leisten, sein Domizil von einem Berufsfotografen ablichten zu lassen.

Marianne Ast, selbst schon ein Leerstetter Urgestein, scheute in den zurückliegenden Wochen weder Mühe noch Aufwand, um mehr als ein halbes Hundert alter Häuser-Aufnahmen zu sammeln, fotografisch aufbereiten zu lassen und das moderne Aussehen der jetzigen Häuser dem alten gegenüberzustellen.

Augenfällig wird dabei, daß aus den durchwegs erdgeschossigen früheren Gebäuden mehrgeschossige mit entsprechend gesteigerter Wohnqualität wurden. Ebenso verbesserte sich der Zustand der Straßen in den letzten 50 Jahren. Man vergleiche nur die von Fahrzeugen aufgewühlten Verkehrsflächen von damals mit den heutigen Fahrbahnen!

Beim Betrachten der alten Bilder steigen unwillkürlich Erinnerungen an damalige Geschehnisse, an längst verstorbene Bewohner auf.

Ich wünsche Marianne Ast viel Erfolg bei der Herausgabe dieser interessanten Dokumentation.

Karl Volkert, Altbürgermeister